Sägezahn-Effekt

Der Sägezahn-Effekt beschreibt ein Phänomen bei 3-Topf-Hybrid-Garantiemodellen (z.B. Tarife Nürnberger Doppel-Invest, Volkswohl Bund AWR, BWR, etc.) von Kapitalversicherungen.

Der Sägezahn-Effekt entsteht, weil aufgrund der lediglich monatlichen stichtagsbezogenen Betrachtungsweise der Garantiemodelle bei steigenden Kursen die Aktienquoten (bzw. die Quoten der frei gewählten Fonds) erhöht und bei fallenden Kursen verringert werden. Man kauft somit zu hohen Kursen und verkauft zu niedrigen Kursen. Das  Garantiemodell-System muss die Quote der freien Fonds bei Kursverlusten reduzieren, um die Garantie zum Ablauf des Garantiezeitraums darstellen zu können. Erworbene Fondsanteile werden also regelmäßig zu niedrigeren Preisen verkauft.

Sägezahn-Effekt

Käufe und Verkäufe am Kapitalmarkt mit Sägezahn-Effekt. Grüne Pfeile sind Käufe, rote Pfeile sind Verkäufe.

Befindet man sich nun in einer Seitwärtsbewegung an den Aktienmärkten, sorgt das teure Kaufen und billige Verkaufen der Anteile für Verluste im Garantiemodell. Die Wahrscheinlichkeit, dass aufgrund der dadurch entstandenen Verluste die Quote der freien Fonds für das bestehende Vermögen minimiert wird steigt an.

Da es an den Aktienmärkten grundsätzlich starke Schwankungen gibt, selbst wenn die Kurse mittel- oder langfristig fallen oder steigen, verursachen die Modelle häufig Verluste.

Sie sind kritisch zu betrachten.

Modelle ohne Sägezahn-Effekt:

Bessere Alternativen zu 3-Topf-Hybrid-Modellen sind Modelle ohne Garantie, UWP (angelsächsische Modelle, z.B. Canada Life) oder das i-CPPI-Modell (z.B. DWS Riester-Rente-Premium, Allianz Riesterrente Invest Alpha Balance).

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