Kinder

Die richtige Absicherung und Vorsorge für Kinder erfolgt in vier Schritten:
Ines Friedrich_pixelio.de

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Die richtige Absicherung von Kindern beginnt mit der richtigen Absicherung der Eltern/der Versorger. So sollten diese im Todesfall und bei Berufsunfähigkeit so abgesichert sein, dass der Familienunterhalt weiterhin zur Verfügung steht. Ist die Familie beim Tod eines Elternteils oder einer schweren Krankheit (Schwere- Krankheiten-Versicherungen können hier eine interessante Alternative für den Elternteil sein, der sich hauptsächlich um den Haushalt kümmert) richtig versichert, besteht Planungssicherheit.

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Im zweiten Schritt geht es darum die Kinder selbst gegen Risiken abzusichern. Zu empfehlen sind hier folgende Produkte:
    • leistet bei dauerhaften Gesundheitsschäden, die durch einen Unfall verursacht wurden
    • leistet bei dauerhaften Gesundheitsschäden die durch einen Unfall verursacht wurden
    • leistet bei Pflegebedürftigkeit
    • leistet bei Schädigungen eines wichtigen Organs, wie zum Beispiel Gehirn, zentrales Nervensystem, Lunge, Nieren, Herz und Leber
    • leistet bei Verlust von Grundfähigkeiten wie Sehen, Hören, Sprechen, bei schwerwiegenden Störungen des Stütz- und Bewegungsapparates, sowie bei Einschränkungen der Mobilität, bzw. Gebrauch der oberen Extremitäten
    • die Haftpflichtversicherung wehrt ungerechtfertigte Ansprüche ab und leistet auch bei Schäden von nicht deliktfähigen Kindern
Wie berechnet man die Lücke für die private Unfallversicherung eines Kindes? Um auf Dauer eine monatliche Auszahlung mit einer Kaufkraft in Höhe von 1000 € zu erreichen, wird beispielsweise folgender Kapitalbetrag errechnet: 1000 × 12 = 12.000 = 3,5 % Verzinsung p.a. 12.000 /3,5 × 100 = 342.857€. Will man auf Nummer sicher gehen, so rechnet man lieber mit 2,5 % Verzinsung und hat damit das Inflationsrisiko weitestgehend berücksichtigt. Das ergibt dann eine Invaliditätssumme in Höhe von 480.000€ bei Vollinvalidität. Die Progression sollte zwischen 225% (Grundsumme im Vergleichsrechner: 480.000€ / 2,25 = 213.333€) und 350% (Grundsumme im Vergleichsrechner: 480.000€ / 3,5 = 137.142€) liegen. Ist den Eltern der Versicherungsbeitrag zu hoch, kann man auch auf 500 % Progression (Grundsumme 96.000€) ausweichen. Man sollte sich aber im Klaren darüber sein, dass nur bei schwereren Gesundheitsschäden die gesamte Invaliditätssumme ausgezahlt wird und bei geringeren Schäden nur eine niedrigere Leistung erfolgt, die die Lücke eventuell nicht ausreichend schließt. Wer auf eine nachhaltige und durchdachte Lösung Wert legt, entscheidet sich allerdings für eine Kombination aus privater Unfallversicherung und Kinder-Existenzschutz-Versicherung. Da die Leistungen von Existenzschutz-/ Einkommensversicherungen üblicherweise in Form von monatlichen Renten ausgezahlt werden, kann man hier eine Rente i.H. von 1000 € versichern und zusätzlich eine private Unfallversicherung mit einer Vollinvaliditätssumme von 175.000€ ergänzen. Das muss noch nicht einmal viel teurer sein und bietet gleichzeitig allen Beteiligten (auch den Eltern!) Planungssicherheit und ein gutes Gefühl.

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Der dritte Schritt für die richtige Vorsorge für Kinder besteht im strukturierten Aufbau von Kapital für die verschiedenen Lebensstationen. Es gibt diverse Anlässe, wo schon heute feststeht, dass größere Geldbeträge notwendig sind:
  • Kommunion
  • Konfirmation
  • Rollerführerschein
  • Mofa
  • Autoführerschein
  • Auto
  • Ausbildung
  • Wohnung
  • Studium
  • Auslandsaufenthalt
Vorteil der Eltern jüngerer Kinder ist hier eine relativ lange Anlagedauer bis zum Kapitalbedarf. Dadurch kann man für das Kinden den Zinseszinseffekt und je nach Anlage auch den Durchschnittskosteneffekt nutzen. Das sorgt dafür, dass man mit relativ geringen Beiträgen diese Ziele erreichen kann. Konkrete Beispiele für Geldbeträge zu bestimmten Anlässen können Sie hier simulieren (dazugehörige Produkte bei uns zu Sonderkonditionen abschließbar): Produkte:
Vierter Schritt der Vorsorge für Kinder: Grundstein für den gesicherten Lebensstandard durch langfristigen Kapitalaufbau / Altersvorsorge.

Selten haben Eltern das Ziel langfristig und / oder für die Altersvorsorge des eigenen Kindes Maßnahmen zu ergreifen. Hier gilt eher der Gedanke, dass das Kind selbst für seine Altersvorsorge vorsorgen kann, wenn es sein eigenes Geld verdient. Es soll schließlich auch selbst Verantwortung für sich später übernehmen.

Dieser Gedanke ist absolut nachvollziehbar und beim üblicherweise engen Budget von Familien durchaus berechtigt.

Allerdings zeigt die Praxis immer wieder, dass Eltern dabei in der Regel keine konkrete Beispielrechnung durchgeführt haben auf deren Grundlage diese Entscheidung getroffen worden ist:

Nehmen wir an, dass das Kind ab dem 25. Lebensjahr Geld verdient und selbst für sein Alter vorsorgen kann. Als Ziel für die Rente möchte das Kind eine lebenslange monatliche Rente in Höhe von 1.750 € Kaufkraft erreichen. Die Hälfte der Rente erhält das Kind durch die gesetzliche Rente, für den Rest muss es privat vorsorgen (das entspricht den aktuellen Bedingungen in der gesetzlichen Rentenversicherung). Bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung eines heute geborenen Kindes in Höhe von 95 Jahren, muss dieses Geld für einen Zeitraum von ca. 30 Jahren zur Verfügung stehen.

Berechnung 64 Jahre Ansparzeit:

Um in 64 Jahren (Beispielkind ist 1 Jahr alt) eine Kaufkraft in Höhe von 875 € bei 2,66 % Inflation zu erreichen, benötigt man einen Geldbetrag von 4.695,57 €. Das dafür benötigte Kapital beträgt 1.384.627,02 €.

Hatte man 64 Jahre Zeit um dieses Geld anzusparen, muss man monatlich 103,82 € zur Seite legen. Durch die Wirkung von Zins und Zinseszins hat man selbst nur 79.733,76 € investiert, um 1,38 Millionen Euro Vermögen aufzubauen.

Berechnung 40 Jahre Ansparzeit:

Wie sieht es aus wenn das Kind mit 25 Jahren anfängt zu sparen? Die monatlich zu investierende Rate beträgt 556,87 €. Klingt erst einmal extrem viel und unrealistisch, ist es aber nicht, wenn man die Inflation für die nächsten 24 Jahre berücksichtigt. Die 556,87 € haben dann nämlich nur eine Kaufkraft i. H. von heute 296,57 €. Das Kind müsste also in seiner Einkommensphase auf Geld mit einer heutigen Kaufkraft i. H. von 296,57 € verzichten. Wäre das für Sie mit 25 Jahren problemlos möglich gewesen? Und jedes Jahr, das man hier verspätet beginnt, macht die ganze Sache noch teurer und der monatliche Beitrag für dieselbe Zielsumme steigt an.

Fazit:

Wirklich interessant ist die Erkenntnis, dass für dieselbe Zielsumme (1,38 Mio. €) nun nicht 79.733,76 € sondern 267.297,60 € aufgewendet werden müssen. Und das nur, weil "länger" angespart worden ist.

Es empfiehlt sich also für weitsichtige Eltern (oder Großeltern oder Paten), die es sich einigermaßen leisten können, bereits heute Geld zur Seite zu legen, um dem Kind später Startkapital für die eigene Altersvorsorge zu bieten. Würden die Eltern wie im Beispiel monatlich 103 € besparen, müsste das Kind später nur einen Geldbetrag mit einer Kaufkraft i. H. von 54,84 € aufwenden, statt 296,57 €. Denn natürlich führt es den Kapitalaufbau ab dem Alter 25 mit eigenen Mitteln fort.

Das macht nicht nur finanzmathematisch Sinn, sondern ermöglicht dem Kind auch einen wesentlich höheren Lebensstandard und bessere Zukunftsaussichten, da es finanziell flexibler ist. Und wir wollen ja schließlich alle das Beste für unsere Kinder- auch langfristig. Und wer weiß schon, ob es in 64 Jahren das heutige Rentensystem noch in der heutigen Form gibt? Dann wäre die Erbringung des notwendigen Kapitals für den Ruhestand allein aus dem Arbeitseinkommen kaum möglich.

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